sauberes Trinkwasser
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Mit instrAction vom „H2O“ zum „Oha, zwei!“


Ein Beitrag von Dr. Matthias Kromayer
Managing Partner der MIG Capital AG

Können Sie sie auch nicht mehr sehen? Die großformatigen Anzeigen und Hochglanzbroschüren von Industrieunternehmen, Konsumgüterherstellern und Investoren voller Fotos von Menschen, die das – meist kühle – Nass in prächtigen Tropfen auf sich herunterprasseln lassen, von Meeresbrandungen, die mit Urgewalt die Natur zu erneuern scheinen, von sanftem Wasserkonsum, der eine fast schon magische Heilkraft des Elements suggeriert. Dazu triviale Slogans wie „Wasser: die Grundlage allen Lebens“, „Ursprung und Zukunft allen Lebens: unser Wasser“, „Wasser – lasst uns die wichtigste Ressource der Menschheit schonen“.

 

Die Realität sieht anders aus: Wasser, zumal sauberes Trinkwasser, ist eines der großen Sorgenkinder der Menschheit. Erstens, weil sein natürlicher Kreislauf vielerorts durch Abholzung, Raubbau und industrielle Landwirtschaft unterbrochen wird. Zweitens, weil Wasser streng nach Kaufkraft und damit global und regional sehr ungleich verteilt und konsumiert wird und dabei von den reichen Teilnehmern des Wirtschaftsgeschehens oft gedankenlos verschwendet wird. Und drittens, weil wir Menschen es direkt oder über Umwege verschmutzen: Mit Schwermetallen aus der Industrie, Düngemitteln und Antibiotika aus der Landwirtschaft sowie mit Reststoffen aus kommunalen Abwässern.

 

Kein Wunder also, dass die Vereinten Nationen die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle“ in ihrer Agenda 2030 zu einem der 17 Nachhaltigkeitsziele erkoren hat. Nur: Wie kann die Menschheit dieses große Ziel erreichen?

 

Wasser aus Flaschen ist das größte Problem

 

Wie so häufig liegt der Schlüssel in einer Kombination von verantwortlichem Ressourcenumgang und passender Technologie. Beispiel gefällig? Schwermetalle im Trinkwasser. In vielen Regionen der Erde kann man sie ganz einfach dadurch verhindern, indem das Einleiten industrieller Abwässer in kommunale Kläranlagen verboten beziehungsweise besser kontrolliert wird. Eine Aufgabe für die Politik also. Bleiben die Fälle, in denen giftiges Blei, Kupfer und andere Schwermetalle durch das Leitungsmaterial selbst ins Trinkwasser gelangen. Genau das ist das Problem in Millionen deutscher Haushalte, weil die Leitungen oft hundert Jahre alt und älter und dadurch marode sind. Deshalb gleich die Häuser abzureißen oder die Wasserrohre auszuwechseln, wäre unverhältnismäßig und nicht bezahlbar.

 

Auch das zweite Problem der Trinkwasserversorgung wäre nicht gelöst: Die tatsächliche oder eingebildete Gefahr bakterieller Verunreinigungen. Zwar herrschen in Deutschland und anderen gut organisierten Ländern strenge Grenzwerte für krankheitserregende Mikroorganismen im Trinkwasser, aber die Angst schwingt bei vielen mit, sich beim Wasser aus dem Hahn eine Magen-Darm-Erkrankung oder Schlimmeres einzufangen. Vorsichtshalber setzen Hersteller von Wasserentkalkern deshalb gerne mal Silberionen zu –das tötet zwar Bakterien, ist aber für den Menschen toxisch.

 

Ein kleiner, unauffälliger Filter, der zwischen die Wasserleitung oder in Geräte wie Kühlschränke, Wasserkühler, Sprudler oder Kaffeemaschinen geschraubt wird – und schon haben Schwermetalle und Bakterien keine Chance mehr.

 

Die reale oder eingebildete Gefahr einer „Vergiftung“ durch Bakterien oder Metalle treibt nun Millionen von Konsumenten dazu, sich Flaschenwasser zu besorgen, oft zu aberwitzig hohen Preisen. Und das verursacht das viel größere Problem: Abermillionen von Glas- oder – noch schlimmer – Plastikflaschen, die mit enormem Energie- und Rohstoffbedarf hergestellt werden müssen. Reinigungs-, Transport- und Lagerkosten, die den Wert eines Liters Quellwasser um ein Vielfaches übersteigen. Marketing-, Vertriebskosten und Händlermargen für etwas, das doch problemlos aus dem Wasserhahn kommen sollte. Und zuletzt: Abfall ohne Ende, der im Fall von Mikroplastik in einem geradezu teuflisch anmutenden Kreislauf selbst wieder im Trinkwasser landet.

 

Sauberes Trinkwasser – MIG-Anleger profitieren

 

Hier kommt die Komponente „Technologie“ ins Spiel, denn es ist technisch gut möglich, Schwermetalle aus Wasser „herauszufiltern“, ähnlich wie Tischfilter den zwar ungiftigen, aber störenden Kalk entfernen. Auch Bakterien kann man entfernen, wenn auch nicht so elegant. Was aber bislang niemand vermochte, hat das MIG-Portfoliounternehmen instrAction aus Heidelberg – nun ja, nicht erfunden, sondern: gefunden. Die kreativen Chemiker haben entdeckt, dass eines der von ihnen entwickelten Materialien Schwermetalle und Bakterien entfernt, und zwar gleichzeitig und in einem einzigen Schritt! Klingt komisch, ist aber so!

 

Dieses Material mit den fast schon wundersamen Eigenschaften hat also das Potential, zumindest im Haushalts- und kleingewerblichen Bereich die genannten Probleme ein für alle Mal zu lösen: Ein kleiner, unauffälliger Filter, der zwischen die Wasserleitung oder in Geräte wie Kühlschränke, Wasserkühler, Sprudler oder Kaffeemaschinen geschraubt wird – und schon haben Schwermetalle und Bakterien keine Chance mehr.

 

Natürlich ist es in der Praxis komplexer: Die vielfältigen Anforderungen, Normen und Vorschriften der Branche müssen natürlich auch von instrAction erfüllt werden, und allein kann unser junges Technologieunternehmen die Wasserfilter weder entwickeln, herstellen noch vermarkten. Dafür plant instrAction jetzt Partnerschaften mit anderen Unternehmen und beabsichtigt vom kommenden Jahr an die Vermarktung ihres Filtermaterials.

 

In Anlehnung an den alten Witz um den Unterschied zwischen einem Chemiker und einer Hebamme kann man dann treffend nicht nur „H2O“ sondern auch „oha, zwei!“ sagen. Und damit meine ich nicht nur, dass instrActions Filtermaterial zwei Verunreinigungen aus dem Trinkwasser entfernt, sondern gleich zwei Gruppen von Menschen einen Nutzen verschafft: Jedem, der sauberes Trinkwasser genießen will, und allen MIG-Anlegern.

27. Mai 2022 | Foto: instrAction

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