Dr. Matthias Kromayer, Investment Manager und Vorstand der MIG Verwaltungs AG
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BioNTech auf der Überholspur


BioNTech trifft neue Kollaborationsvereinbarungen mit Pfizer

Ein Kommentar von Dr. Matthias Kromayer, Investment Manager und
Vorstand der MIG Verwaltungs AG

Die BioNTech AG, Mainz, ein Portfoliounternehmen der MIG Fonds 7, 8 und 9, hat heute eine Presseinformation zu einer Kollaborationsvereinbarung mit Pfizer über die Entwicklung mRNA-basierter Impfstoffe zur Influenza-Prävention veröffentlicht.

Die Vereinbarung zwischen Pfizer und dem MIG-Portfoliounternehmen BioNTech kann man getrost als außergewöhnlich bezeichnen. Pfizer, immerhin einer der globalen Big Four im Impfstoffgeschäft, entscheidet sich ausgerechnet bei der Grippeimpfung für BioNTech – ein Unternehmen, das den meisten Beobachtern bislang „nur“ als Krebsunternehmen bekannt war.

Warum ist das so besonders? Anders als bei Impfungen gegen Krankheitserreger, die über Jahre genetisch stabil sind, muss ein Influenzaimpfstoff jedes Jahr von neuem und in Windeseile an die stark veränderten Grippeviren angepasst werden.

Das ist eine technische und logistische Herausforderung ersten Ranges, die häufig  misslingt: Wir alle müssen regelmäßig lesen, dass Grippeimpfstoffe in bestimmten Jahren nur mäßigen Schutz verleihen. BioNtech hat sich über Jahre auf die Erforschung, Entwicklung und vor allem Herstellung von für einzelne Patienten maßgeschneiderte Krebsimpfstoffe spezialisiert. Diese Expertise kommt unserem Unternehmen jetzt zu gute. Ein klassischer

Fall von so genannter platform leverage also: BioNTech hat zunächst in die Onkologie investiert und dort aufsehenerregende Fortschritte erzielt. Quasi als Nebenprodukt ist daraus eine technische Überlegenheit in einem anderen Gebiet entstanden, denn offenbar ist BioN-Tech nach Pfizers Analyse der weltweit beste Technologieanbieter.

Für die MIG als Vertreter unsere Anleger ist ein Punkt allerdings noch wichtiger. BioNTech ist jetzt kein reines Krebsunternehmen mehr.

Es ist viel mehr: nämlich selbst auf dem Weg, ein global führendes Impfstoffunternehmen zu werden.

Artikel vom 07.12 2018

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